IT-Ausfallkosten-Rechner: Was kostet eine Stunde IT-Stillstand?
Dieser Rechner von netzwerkfähig aus Köln und Langenfeld ermittelt für kleine und mittelständische Unternehmen den Wert der betroffenen Arbeitszeit bei einem IT-Ausfall. Ihr erhaltet das Ergebnis sofort ohne Anmeldung durch vier Angaben, wobei eure Eingaben im Browser bleiben. Der Expertenmodus trennt zudem aufholbare Arbeit, Zusatzkosten und den entgangenen Deckungsbeitrag.
4 Angaben · Ergebnis sofort · ohne Anmeldung · Eingaben bleiben in eurem Browser
IT-Ausfallkosten-Rechnerhttps://www.netzwerkfaehig.de/it-ausfallkosten-rechner/ · Methodik 1.0, Stand 21. Oktober 2026
Ergebnis
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Wert der betroffenen Arbeitszeit bei 4 Stunden Ausfall
3.600 €
Kostensicht
nicht aufholbare Arbeitszeit + Zusatzkosten
Umsatzsicht
entgangener Deckungsbeitrag + Zusatzkosten
Die beiden Sichten bewerten denselben Ausfall aus verschiedenen Perspektiven und werden nicht addiert.
- je Ausfallstunde
- 900 €
- bei 4 Stunden
- 3.600 €
- bei 8 Stunden (1 Arbeitstag)
- 7.200 €
80 Arbeitsstunden bleiben ohne Ergebnis. Das entspricht 10 Arbeitstagen à 8 Stunden.
Zusatzkosten und Deckungsbeitrag gelten nur für die eingegebene Dauer und sind im Diagramm nicht enthalten.
| Dauer | Betroffene Arbeitszeit |
|---|---|
| 1 Stunde | 900 € |
| 2 Stunden | 1.800 € |
| 4 Stunden | 3.600 € |
| 8 Stunden | 7.200 € |
| 24 Stunden | 21.600 € |
Gehälter werden auch während des Ausfalls gezahlt. Der Betrag zeigt, wie viel bezahlte Arbeitszeit ohne Ergebnis bleibt, und ist nicht automatisch ein zusätzlicher Schaden. Was davon wirklich verloren ist, rechnet der Expertenmodus.
Aufschlüsselung
| Größe | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Kosten je Ausfallstunde | 20 Mitarbeiter × 45 € × 100 % | 900 € |
| Betroffene Arbeitszeit | 900 € × 4 Stunden | 3.600 € |
| Arbeitsstunden ohne Ergebnis | 20 Mitarbeiter × 4 Stunden × 100 % | 80 Stunden |
Einordnung
Bei 100 % Abhängigkeit ruht fast die gesamte Arbeit, sobald die IT ausfällt. Jede Ausfallstunde bindet dann 900 € an bezahlter Arbeitszeit. Die Dauer hat den größten Einfluss: Ein ganzer Arbeitstag Stillstand entspräche bei euren Werten 7.200 €. Wie schnell es weitergeht, hängt davon ab, wie früh ein Fehler auffällt und wie schnell ihr Systeme aus einer geprüften Sicherung wiederherstellt.
Annahmen dieser Rechnung
- Personalkosten je Stunde enthalten Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und weitere Personalnebenkosten.
- Die Dauer zählt Arbeitsstunden mit regulärem Betrieb. Ein Ausfall über Nacht oder am Wochenende kostet in diesem Modell keine Arbeitszeit, außer bei Schichtbetrieb.
- Die Abhängigkeit von der IT ist der Anteil der Arbeit, der während des Ausfalls ruht. Er gilt im Modell gleichmäßig für alle betroffenen Mitarbeiter.
- Gehälter werden auch während des Ausfalls gezahlt. Der Wert der betroffenen Arbeitszeit ist deshalb kein zusätzlicher Geldabfluss, sondern bezahlte Arbeitszeit ohne Ergebnis.
- Nicht enthalten sind Folgen, die sich nicht aus euren Angaben ableiten lassen, etwa Vertragsstrafen, Datenverlust oder ein Imageschaden.
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Formeln anzeigen
- Kosten je Ausfallstunde
- = Mitarbeiter × Personalkosten je Stunde × Abhängigkeit von der IT
- Betroffene Arbeitszeit
- = Kosten je Ausfallstunde × Dauer in Arbeitsstunden
- Nicht aufholbare Produktivität
- = Betroffene Arbeitszeit × (100 % − Anteil aufholbar)
- Tatsächliche Zusatzkosten
- = Wiederherstellung und externe Dienstleister + Überstunden und Wiederanlauf
- Kostensicht
- = Nicht aufholbare Produktivität + Tatsächliche Zusatzkosten
- Umsatzsicht
- = Entgangener Deckungsbeitrag + Tatsächliche Zusatzkosten
Kostensicht und Umsatzsicht werden nicht addiert: Gehen Aufträge verloren, steckt der Wert der verlorenen Arbeit schon im entgangenen Deckungsbeitrag.
Ausführliche Methodik mit Quellen · Methodik 1.0, Stand 21. Oktober 2026
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Wie werden IT-Ausfallkosten berechnet?
Die Berechnung beginnt mit einer einfachen Formel. Die Kosten je Ausfallstunde ergeben sich aus der Zahl der betroffenen Mitarbeiter mal den Personalkosten je Stunde mal der Abhängigkeit von der IT in Prozent. Um die gesamte betroffene Arbeitszeit für einen Ausfall zu ermitteln, multipliziert ihr diesen Wert anschließend mit der Dauer in Arbeitsstunden. Konkret bedeutet das in einem Rechenbeispiel: 20 Mitarbeiter mal 45 Euro mal 4 Stunden mal 100 Prozent ergeben 3.600 Euro. Das entspricht 900 Euro je Ausfallstunde.
Für die Nutzung des IT-Ausfallkosten-Rechners müsst ihr die einzelnen Eingabefelder verstehen. Die Personalkosten je Stunde beinhalten sowohl den Bruttoverdienst als auch die Lohnnebenkosten. Laut dem Statistischen Bundesamt zahlten Arbeitgeber im Jahr 2025 zusätzlich 29 Euro Lohnnebenkosten auf 100 Euro Bruttoverdienst. Die Dauer zählt zudem nur die Arbeitsstunden im regulären Betrieb. Ein Ausfall über Nacht kostet daher bei normalen Arbeitszeiten keine Arbeitszeit.
Die Abhängigkeit von der IT beschreibt den Anteil der Arbeit, der ruht, solange die Systeme stehen. In der Praxis bedeutet eine Abhängigkeit von 100 Prozent, dass ohne IT gar nicht gearbeitet werden kann. Das Statistische Bundesamt nennt für 2025 im Durchschnitt 45,00 Euro Arbeitskosten je geleisteter Stunde. In kleinen und mittleren Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten lagen diese Kosten im Jahr 2024 laut Eurostat bei 36,71 Euro.
Kurz gesagt zeigt der Rechner oben den Wert der bezahlten Arbeitszeit ohne Ergebnis. Dies ist allerdings kein zusätzlicher Geldabfluss für euer Unternehmen. Denn die Gehälter werden ohnehin gezahlt, unabhängig davon, ob die IT funktioniert oder nicht.
Welche direkten und indirekten Kosten entstehen?
Zum Wert der betroffenen Arbeitszeit können echte Zusatzkosten hinzukommen. Direkte Kosten entstehen zum Beispiel durch Rechnungen externer Dienstleister oder den Kauf von Ersatzhardware. Hinzu kommen unter Umständen Kosten für eine Datenrettung. Auch bezahlte Überstunden und Zuschläge gehören dazu, weil Mitarbeiter Liegengebliebenes nachholen müssen.
Indirekte Folgen sind oft schwerer zu greifen, aber dennoch real. Dazu zählt Arbeit, die sich nicht mehr nachholen lässt. Ebenso gehören Aufträge oder Verkäufe dazu, die endgültig verloren gehen, sowie verschobene Termine. Hier kommt der Begriff des Deckungsbeitrags ins Spiel. Dieser bezeichnet den verlorenen Umsatz minus der dadurch eingesparten variablen Kosten, wie zum Beispiel Material oder Wareneinsatz.
Dabei müsst ihr eine mögliche Doppelzählung vermeiden. Wer den entgangenen Deckungsbeitrag und die Personalkosten der verlorenen Arbeitszeit addiert, zählt denselben Verlust zweimal. Das liegt daran, dass die Gehälter ohnehin gezahlt werden und somit bereits im Deckungsbeitrag stecken. Deshalb zeigt der IT-Ausfallkosten-Rechner im Expertenmodus zwei getrennte Sichten, die ihr nie addieren dürft.
Die Kostensicht umfasst die nicht aufholbare Arbeitszeit plus die tatsächlichen Zusatzkosten. Die Umsatzsicht berechnet stattdessen den entgangenen Deckungsbeitrag plus die Zusatzkosten. Vertragsstrafen, Datenverlust oder ein Imageschaden können ebenfalls real sein. Diese Faktoren lassen sich allerdings aus allgemeinen Angaben nicht seriös beziffern.
Die folgende Übersicht verdeutlicht die verschiedenen Kostenarten.
| Kostenart | Beispiele | Im Rechner |
|---|---|---|
| Betroffene Arbeitszeit | Bezahlte Arbeitsstunden, in denen ohne IT kein Ergebnis entsteht | Schnellberechnung (Ausgangswert, kein zusätzlicher Geldabfluss) |
| Nicht aufholbare Produktivität | Arbeit, die auch später nicht nachgeholt wird | Expertenmodus, Kostensicht |
| Tatsächliche Zusatzkosten | Externe Dienstleister, Ersatzhardware, Datenrettung, Überstunden und Zuschläge | Expertenmodus, in beiden Sichten |
| Entgangener Deckungsbeitrag | Endgültig verlorene Aufträge oder Verkäufe abzüglich eingesparter variabler Kosten | Expertenmodus, Umsatzsicht |
| Folgeschäden | Vertragsstrafen, Datenverlust, Imageschaden | nicht enthalten (aus allgemeinen Angaben nicht seriös bezifferbar) |
Was kostet ein IT-Ausfall bei 10, 20 oder 50 Mitarbeitern?
Die folgende Tabelle nutzt amtliche Durchschnittswerte statt des vorherigen Rechenbeispiels. Als Basis dienen die Arbeitskosten je geleisteter Stunde aus der Arbeitskostenerhebung 2024 von Eurostat. Für kleine und mittlere Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten liegt dieser Wert bei 36,71 Euro. Bei Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beträgt er 39,65 Euro. Die Tabelle rechnet mit einer Abhängigkeit von 100 Prozent.
| Betroffene Mitarbeiter | Arbeitskosten je Stunde (Größenklasse) | Je Ausfallstunde | 4 Stunden | 8 Stunden (1 Arbeitstag) |
|---|---|---|---|---|
| 10 | 36,71 € (10 bis 49 Beschäftigte) | 367 € | 1.468 € | 2.937 € |
| 20 | 36,71 € (10 bis 49 Beschäftigte) | 734 € | 2.937 € | 5.874 € |
| 50 | 39,65 € (50 bis 249 Beschäftigte) | 1.983 € | 7.930 € | 15.860 € |
Die Werte lassen sich wie folgt deuten: Bei 20 Mitarbeitern bindet jede Stunde Stillstand rund 734 Euro Arbeitszeit. Ein ganzer Arbeitstag von 8 Stunden kostet in diesem Fall rund 5.874 Euro. Bei 50 Mitarbeitern steigt dieser Wert auf 1.983 Euro je Stunde und 15.860 Euro am Tag.
Wenn nur ein Teil der Arbeit an der IT hängt, sinken die Werte im gleichen Verhältnis. Bei einer Abhängigkeit von 50 Prozent reduziert sich der Betrag beispielsweise auf die Hälfte. Für Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten erhebt die amtliche Statistik keine Arbeitskosten. Dort helfen euch daher die eigenen Zahlen im Rechner oben.
Unterm Strich gilt: Wer die eigenen Werte einsetzt, bekommt eine genauere Zahl als jede Tabelle. Die amtlichen Daten dienen lediglich als Orientierung für den Vergleich.
Rechenbeispiele zum Verlinken
Jedes Beispiel rechnet mit den amtlichen Arbeitskosten je Stunde 2024 der passenden Unternehmensgröße (Eurostat). Der Link „Im Rechner öffnen“ übernimmt die Werte, die Adresse des Beispiels lässt sich direkt teilen.
IT-Ausfall bei 10 Mitarbeitern: Was kostet eine Stunde Stillstand?
10 Mitarbeiter × 36,71 € (10 bis 49 Beschäftigte) × 1 Stunde × 100 % = 367 € betroffene Arbeitszeit. Im Rechner öffnen
IT-Ausfall bei 30 Mitarbeitern: Welche Personalkosten sind bei vier Stunden Stillstand betroffen?
30 Mitarbeiter × 36,71 € (10 bis 49 Beschäftigte) × 4 Stunden × 100 % = 4.405 € betroffene Arbeitszeit. Im Rechner öffnen
IT-Ausfall bei 50 Mitarbeitern: Was kostet ein ganzer Arbeitstag ohne IT?
50 Mitarbeiter × 39,65 € (50 bis 249 Beschäftigte) × 8 Stunden × 100 % = 15.860 € betroffene Arbeitszeit. Im Rechner öffnen
Nur das Internet fällt aus: Was kostet ein halber Arbeitstag bei 20 Mitarbeitern und 50 % Abhängigkeit?
20 Mitarbeiter × 36,71 € (10 bis 49 Beschäftigte) × 4 Stunden × 50 % = 1.468 € betroffene Arbeitszeit. Im Rechner öffnen
Serverausfall, Internetausfall, Cyberangriff: Wo liegt der Unterschied?
Ein Serverausfall legt oft zentrale Dateien und Fachanwendungen lahm. Dazu gehören zum Beispiel die Warenwirtschaft, Kanzleisoftware oder die Pflegedokumentation. Häufig ist dann auch die Anmeldung am System nicht mehr möglich. Die Dauer des Ausfalls hängt davon ab, ob Ersatzhardware bereitsteht und wie schnell die Daten aus einer geprüften Sicherung zurückgeholt werden können.
Bei einem Internetausfall fallen Cloud-Dienste wie Microsoft 365, E-Mail und die Telefonie über das Internet weg. Lokale Arbeit kann jedoch teilweise weitergehen. Im IT-Ausfallkosten-Rechner entspricht dies einer Abhängigkeit unter 100 Prozent. Abgesichert wird dieser Bereich in der Praxis mit einer zweiten Leitung oder einem Mobilfunk-Zugang als Ersatz an der Firewall.
Ein Cyberangriff, etwa durch Erpressungssoftware wie Ransomware, trifft oft mehrere Systeme gleichzeitig. Vor der Wiederherstellung muss zudem klar sein, ob die Angreifer noch im Netz sind. Deshalb dauert die Behebung meist länger. Laut dem Hiscox Cyber Readiness Report 2026, einer Befragung im Juni 2026 unter 6.800 Verantwortlichen in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden, standen betroffene Unternehmen in Deutschland im Schnitt 41,7 Stunden still. Im Durchschnitt aller zehn befragten Länder lag die Zeit bei 31,6 Stunden.
Sind personenbezogene Daten betroffen, greift die DSGVO. Artikel 33 DSGVO verlangt die Meldung an die Aufsichtsbehörde unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden. Dies gilt, außer es besteht voraussichtlich kein Risiko für die Betroffenen. Bitte beachtet, dass dies kein Rechtsrat ist, sondern ein allgemeiner Hinweis.
Die folgende Tabelle vergleicht die verschiedenen Ausfallarten.
| Ausfall | Was typischerweise stillsteht | Wovon die Dauer abhängt | Im Rechner |
|---|---|---|---|
| Serverausfall | Dateien, Fachanwendungen, oft die Anmeldung | Ersatzhardware, Wiederherstellung aus einer geprüften Sicherung | Abhängigkeit oft hoch |
| Internetausfall | Cloud-Dienste, E-Mail, Telefonie über das Internet | Ersatzleitung oder Mobilfunk-Zugang an der Firewall | Abhängigkeit unter 100 %, je nach Cloud-Anteil |
| Cyberangriff | oft mehrere Systeme gleichzeitig | Klärung, ob Angreifer noch im Netz sind, saubere Sicherungen, Meldepflichten | Dauer meist länger, Zusatzkosten im Expertenmodus |
Wie lassen sich IT-Ausfälle reduzieren?
Der wichtigste Hebel ist die Dauer des Ausfalls, weil die Kosten mit jeder Stunde wachsen. Eine Überwachung, das sogenannte Monitoring, meldet volle Festplatten oder fehlgeschlagene Sicherungen, bevor ein System ausfällt. Zudem helfen regelmäßige Updates, um Sicherheitslücken zu schließen. Eine Datensicherung mit mindestens einer Kopie, die vom Netz getrennt oder unveränderbar ist, bildet die Basis. Wichtig ist hierbei ein regelmäßiger Wiederherstellungstest.
Zusätzlich reduzieren Ersatzgeräte und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für zentrale Systeme das Risiko. Wo Cloud-Dienste zentral genutzt werden, ist eine zweite Internetleitung sinnvoll. Ein schriftlicher IT-Notfallplan hilft zudem in der Krise. Dieser sollte Kontakte, Zuständigkeiten, Vertretungen und die Reihenfolge des Wiederanlaufs enthalten.
Der BSI-Standard 200-4 definiert hierfür wichtige Begriffe. Die maximal tolerierbare Ausfallzeit legt fest, wie lange ein Geschäftsprozess höchstens ausfallen darf, bevor nicht tolerierbare Auswirkungen eintreten. Die geforderte Wiederanlaufzeit muss zwingend kürzer sein. Der maximal zulässige Datenverlust bestimmt, wie alt verfügbare Daten höchstens sein dürfen.
Im BSI-Standard 200-2 liegt die maximal tolerierbare Ausfallzeit bei normalem Schutzbedarf zwischen 24 und 72 Stunden. Bei hohem Schutzbedarf liegt sie zwischen einer und 24 Stunden, bei sehr hohem Schutzbedarf unter einer Stunde. Das BSI empfiehlt allerdings, diese Werte an die eigenen Gegebenheiten anzupassen. Mit dem Rechner oben lässt sich für jede dieser Zeiten ausrechnen, wie viel Arbeitszeit auf dem Spiel steht.
Welche Rolle spielen Monitoring, Backup und Managed IT?
Monitoring, Backup und Managed IT erfüllen drei unterschiedliche Rollen. Monitoring verkürzt die Zeit, bis ihr ein Problem bemerkt. Dadurch lassen sich manche Ausfälle ganz verhindern. Backup entscheidet darüber, ob und wie schnell Daten zurückkommen. Dabei zählt ausschließlich eine getestete Wiederherstellung.
Managed IT bedeutet die laufende Betreuung durch einen Dienstleister mit festen Zuständigkeiten. Diese sorgt dafür, dass Updates, Überwachung und Sicherungen regelmäßig passieren. Im Notfall ist zudem klar, wer zuständig ist. netzwerkfähig bietet genau diese Leistungen für kleine und mittelständische Unternehmen in Köln, Langenfeld und dem Rheinland an.
Für mehr Sicherheit helfen konkrete Maßnahmen. Dazu gehören Managed Services mit Monitoring und Backup-Lösungen mit getesteter Wiederherstellung. Eine stabile Infrastruktur schafft ihr durch Netzwerk-Lösungen, zum Beispiel durch eine zweite Leitung. Zur ersten Einschätzung bietet netzwerkfähig einen kostenlosen IT-Check als Selbsttest an.
Weiterführende Informationen findet ihr in unserem Artikel zum Monitoring außerhalb der Geschäftszeiten. Ebenso bietet der Artikel zu Sofortmaßnahmen bei Ransomware wichtige Hilfe im Ernstfall.
Welche Grenzen hat die Berechnung?
Der IT-Ausfallkosten-Rechner liefert eine Schätzung auf Basis eurer Eingaben. Er ist keine Prognose und keine individuelle Beratung. Der Rechner kennt zudem keine Wahrscheinlichkeit, wie oft ein Ausfall tatsächlich eintritt. Er nimmt an, dass die Abhängigkeit für alle betroffenen Mitarbeiter gleich hoch ist. Bei sehr unterschiedlichen Aufgaben rechnet man daher besser in Gruppen.
Die Berechnung zählt nur Arbeitsstunden. Bei einem Schichtbetrieb müsst ihr also die gleichzeitig Arbeitenden einsetzen. Zusatzkosten und der Deckungsbeitrag gelten nur für die eingegebene Dauer. Im Diagramm werden diese Werte nicht auf andere Ausfalldauern hochgerechnet. Folgeschäden wie Vertragsstrafen, dauerhafter Datenverlust oder ein Imageschaden sind nicht enthalten.
Gerade weil die Zahl auf euren eigenen Angaben beruht, eignet sie sich gut für interne Gespräche. Ihr könnt so über die tolerierbare Ausfallzeit und die passende Absicherung diskutieren. Die Formeln stehen vollständig in der Methodik unten.
Methodik und Quellen des IT-Ausfallkosten-Rechners
Version 1.0, Stand 21. Oktober 2026. Der Rechner rechnet vollständig in eurem Browser. Eingaben werden weder an netzwerkfähig übertragen noch gespeichert, auch nicht für das PDF oder den Link zum Teilen.
Eingaben und Kürzel
- M, betroffene Mitarbeiter: Mitarbeiter, die während des Ausfalls nicht wie gewohnt arbeiten können; bei Schichtbetrieb die gleichzeitig Arbeitenden. Ganze Zahl von 1 bis 1.000.
- K, Personalkosten je Stunde: Arbeitskosten je tatsächlich geleisteter Stunde, also Bruttoverdienst plus Lohnnebenkosten wie Sozialbeiträge der Arbeitgeber und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. 1 bis 500 Euro.
- D, Dauer: Arbeitsstunden mit regulärem Betrieb, in denen die IT ausfällt. 0,1 bis 2.000 Stunden, Dezimalwerte erlaubt.
- A, Abhängigkeit von der IT: Anteil der Arbeit, der ruht, solange die IT ausfällt. 0 bis 100 Prozent.
- H, davon später aufholbar (Expertenmodus): Anteil der liegengebliebenen Arbeit, der nachgeholt wird. 0 bis 100 Prozent.
- E, Wiederherstellung und externe Dienstleister sowie U, Überstunden und Wiederanlauf (Expertenmodus): zusätzlich anfallende Beträge in Euro.
- DB, entgangener Deckungsbeitrag (Expertenmodus, freiwillig): verlorener Umsatz endgültig ausgefallener Aufträge oder Verkäufe minus der dadurch eingesparten variablen Kosten, in Euro.
Formeln
| Größe | Formel |
|---|---|
| Kosten je Ausfallstunde | M × K × A |
| Betroffene Arbeitszeit (W) | M × K × D × A |
| Arbeitsstunden ohne Ergebnis | M × D × A |
| Davon später aufholbar | W × H |
| Nicht aufholbare Produktivität | W × (1 − H) |
| Tatsächliche Zusatzkosten (Z) | E + U |
| Kostensicht | W × (1 − H) + Z |
| Umsatzsicht (nur mit Angabe DB) | DB + Z |
Warum Kostensicht und Umsatzsicht nicht addiert werden
Gehälter werden auch während eines Ausfalls gezahlt. Der Wert der betroffenen Arbeitszeit ist deshalb bezahlte Arbeitszeit ohne Ergebnis und kein zusätzlicher Geldabfluss. Gehen Aufträge verloren, steckt der Wert der verlorenen Arbeit bereits im entgangenen Deckungsbeitrag, denn aus ihm werden auch die Gehälter bezahlt. Wer beides addiert, zählt denselben Verlust zweimal. Die Kostensicht eignet sich für Arbeit, die keinen Umsatz direkt erzeugt, etwa in der Verwaltung oder Pflegedokumentation. Die Umsatzsicht eignet sich, wenn Aufträge oder Verkäufe endgültig wegfallen. Wer beides im Betrieb hat, rechnet die Kostensicht nur für die Mitarbeiter, deren Arbeit keinen Umsatz bringt, und vergleicht das Ergebnis mit der Umsatzsicht der übrigen.
Was der Rechner nicht enthält
Der Rechner kennt keine Wahrscheinlichkeiten und keine Branchendurchschnitte für Ausfälle. Folgeschäden wie Vertragsstrafen, Datenverlust oder ein Imageschaden fehlen, weil sie sich aus allgemeinen Angaben nicht seriös beziffern lassen. Zusatzkosten und Deckungsbeitrag gelten nur für die eingegebene Dauer und werden im Diagramm nicht hochgerechnet. Die Abhängigkeit von der IT gilt im Modell für alle betroffenen Mitarbeiter gleich.
Quellen der Stundensatz-Hilfe
- Amtlicher Durchschnitt nach Branche und Unternehmensgröße: Arbeitskosten je geleisteter Stunde 2024 in Deutschland, ohne Auszubildende, Unternehmen ab 10 Beschäftigten (Eurostat, Arbeitskostenerhebung, Datensatz lc_ncost_r2, Stand 15.09.2026). Für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten gibt es keinen amtlichen Wert.
- Neuester Gesamtwert: 45,00 Euro je geleistete Stunde im Jahr 2025, Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich ohne öffentliche Verwaltung (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.04.2026).
- Rechnung aus dem Bruttogehalt: Bruttojahresgehalt × 1,29 ÷ 1.594,5 Stunden. 29 Euro Lohnnebenkosten je 100 Euro Bruttoverdienst im Jahr 2025 (Statistisches Bundesamt), 1.594,5 tatsächlich geleistete Jahresstunden je Vollzeitbeschäftigtem im Jahr 2025 (IAB-Arbeitszeitrechnung, Stand August 2026). Das ist eine Näherung: Das Jahresbrutto enthält meist auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die das Statistische Bundesamt zu den Lohnnebenkosten zählt. Der Stundensatz fällt dadurch eher etwas zu hoch aus.
Rundung
Gerechnet wird ohne Rundung. Angezeigt werden Beträge ab 10 Euro in ganzen Euro, Stundensätze und kleinere Beträge auf den Cent genau.
Versionen und Zitiervorschlag
1.0 vom 21. Oktober 2026: erste Fassung. Änderungen an Formeln oder Quellen erscheinen hier mit neuer Versionsnummer.
Zitiervorschlag: netzwerkfähig H & F GmbH, IT-Ausfallkosten-Rechner, Methodik 1.0 (21. Oktober 2026), www.netzwerkfaehig.de/it-ausfallkosten-rechner/#methodik
Häufige Fragen zu IT-Ausfallkosten
Was kostet eine Stunde IT-Ausfall in einem kleinen oder mittleren Unternehmen?
Die Kosten hängen von der Mitarbeiterzahl und der IT-Abhängigkeit ab, wobei der IT-Ausfallkosten-Rechner von netzwerkfähig eure individuellen Werte ermittelt. Konkret binden 20 Mitarbeiter bei vollständiger Abhängigkeit rund 734 Euro Arbeitszeit je Stunde, wenn man die Arbeitskosten von 36,71 Euro je Stunde laut Eurostat (Arbeitskostenerhebung 2024, Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten) zugrunde legt. Daher solltet ihr für eure spezifische Situation den Rechner oben nutzen, um mit den Werten eures Unternehmens in Köln, Langenfeld oder anderswo zu rechnen.
Wie berechnet man IT-Ausfallkosten?
Der IT-Ausfallkosten-Rechner von netzwerkfähig multipliziert die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter mit den Personalkosten je Stunde und der prozentualen Abhängigkeit von der IT. Diese Formel ergibt die Kosten pro Ausfallstunde, welche anschließend mit der Gesamtdauer des Stillstands in Arbeitsstunden verrechnet wird. In der Praxis zeigt dieses Modell den Wert der Arbeitszeit, die ohne Ergebnis bleibt, da die Gehälter unabhängig vom Systemstatus fließen.
Welche Personalkosten je Stunde setzt man für die Berechnung an?
Für den IT-Ausfallkosten-Rechner von netzwerkfähig setzt ihr die Arbeitskosten je geleisteter Stunde an, also Bruttoverdienst plus Lohnnebenkosten. Laut Statistischem Bundesamt lagen sie 2025 im Durchschnitt bei 45,00 Euro; in Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es 2024 laut Eurostat 36,71 Euro. Auf 100 Euro Bruttoverdienst kamen 2025 zusätzlich 29 Euro Lohnnebenkosten. Am genauesten sind eure eigenen Zahlen aus der Lohnabrechnung, die Stundensatz-Hilfe im Rechner rechnet sie in einen Stundensatz um.
Sind die Gehälter während eines IT-Ausfalls ein zusätzlicher Schaden?
Nein, denn die Gehälter fallen ohnehin an, weshalb der IT-Ausfallkosten-Rechner von netzwerkfähig lediglich die bezahlte Arbeitszeit ohne Ergebnis ausweist. Ein tatsächlicher zusätzlicher Schaden entsteht erst durch nicht aufholbare Arbeit oder verlorene Aufträge. Darüber hinaus führen konkrete Zusatzkosten für die Fehlerbehebung zu einer finanziellen Belastung, die über die reinen Personalkosten hinausgeht.
Wie lange steht ein Unternehmen nach einem Cyberangriff still?
Betroffene Unternehmen in Deutschland standen laut dem Hiscox Cyber Readiness Report 2026 im Schnitt 41,7 Stunden still. Diese Zahl basiert auf einer Befragung vom 5. bis 17. Juni 2026 von 6.800 Verantwortlichen in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden in zehn Ländern. Im Durchschnitt aller befragten Länder lag die Ausfallzeit bei 31,6 Stunden. Mit dem IT-Ausfallkosten-Rechner von netzwerkfähig lässt sich ausrechnen, wie viel Arbeitszeit ein Stillstand dieser Länge im eigenen Betrieb bindet.
Was bedeuten maximal tolerierbare Ausfallzeit und Wiederanlaufzeit?
Die maximal tolerierbare Ausfallzeit, wie netzwerkfähig sie nach BSI-Standard 200-4 verwendet, beschreibt den Zeitraum, in dem ein Geschäftsprozess maximal ausfallen darf, bevor nicht tolerierbare Auswirkungen eintreten. Die geforderte Wiederanlaufzeit muss zwingend kürzer sein, damit der Betrieb rechtzeitig wieder aufgenommen wird. Zudem legt der BSI-Standard den maximal zulässigen Datenverlust fest, welcher das maximale Alter der verfügbaren Daten nach einer Wiederherstellung bestimmt.
Was hilft am meisten gegen lange IT-Ausfälle?
Am meisten hilft, die Dauer eines Ausfalls zu verkürzen: Monitoring meldet Probleme früh, eine getestete Datensicherung bringt Daten zurück, und ein schriftlicher IT-Notfallplan regelt, wer was tut. netzwerkfähig betreut genau diese drei Bereiche als Managed Services für kleine und mittelständische Unternehmen in Köln, Langenfeld und dem Rheinland. Welche Absicherung passt, zeigt die maximal tolerierbare Ausfallzeit je Geschäftsprozess; der Rechner beziffert, wie viel Arbeitszeit in dieser Zeit gebunden ist.
Darf man den IT-Ausfallkosten-Rechner auf der eigenen Website einbinden?
Ja, ihr könnt den IT-Ausfallkosten-Rechner von netzwerkfähig kostenlos per iframe einbinden, wobei kein Link zurück gesetzt werden muss. Die eingebettete Fassung setzt keine Cookies und lädt keine Analyse- oder Werbedienste, zudem überträgt sie keine Eingaben an externe Server. Den entsprechenden Code findet ihr direkt unter dem Rechner oben, um ihn in eure Website einzubauen.